Gemeinde Chamerau


Anni Lüdecke feierte Hundertsten Geburtstag!

Ministerpräsident, Landkreis, Gemeinden, Evangelische Pfarrei und Heimpersonal gratulierten!

presse_20130128_Luedecke_AZandt. Zusammen mit vielen Gratulanten feierte am Sonntag Anni Lüdecke, die seit vergangenen Sommer im Seniorenheim Zandt ihren Lebensabend verbringt, ihren Hundertsten Geburtstag! Aus diesem besonderen Anlass und zur Ehre der Jubilarin wurde in der Küche des Heimes ein Festessen zubereitet, unter der Regie von Küchenchefin Ingrid Vogl, dass sehr gepriesen wurde!

Vorher lebte die Jubilarin über 40 Jahre in Chamerau und gesundheitlich geht es ihr gut und auch geistig ist sie noch sehr rege, worüber sich all ihre Gratulanten sehr lobend und bewundernd äußerten!

Zandt's Bürgermeister Ludwig Klement hatte neben einem Präsent der Gemeinde auch ein Glückwunschschreiben nebst der Medaille der "Patrona Bavariae" vom Ministerpräsident Horst Seehofer überreicht. Als Gratulant fand sich auch Landrat-Stellvertreter und Kreisrat Fritz Winklmann ein, er übermittelte die Glückwünsche von Landrat und Bezirkstagspräsidenten Franz Löffler, und zugleich auch in seiner Eigenschaft als Seniorenbeauftragter des Kreistages, herzliche Glückwünsche. Er hatte für Anni Lüdecke ein hübsches Kistchen, gefüllt mit Wein und Süßigkeiten dabei. Winklmann bedankte sich an dieser Stelle sehr beim Heimpersonal für die gute Pflege der Senioren!

Stefan Baumgartner, Bürgermeister der Gemeinde Chamerau, ließ es sich nicht nehmen, der Jubilarin, die über 40 Jahre in seiner Gemeinde wohnte, mit einer wertvollen Glasschale und einer schönen Vase zu gratulieren. Den vielen guten Wünschen schloss sich auch Jürgen Störch, der Pfarrer der Evangelischen Kirchenpfarrei Bad Kötzting mit einem Geschenk an und wünschte der Jubilarin Gottes Segen für ein noch langes Leben.

Heimleiter Herbert Ehrl freute sich in seiner Tischrede über das seltene Jubiläum, dass man im Heim feiern dürfe und lobte Anni Lüdecke ob ihrer guten Gesundheit, die hoffentlich noch lange anhalten werde! Rosi Schmidhuber, soziale Betreuung und Staionsleiterin Maria Steinbauer gratulierten ihrerseits im Namen des Personales der Jubilarin und erzählten, dass Anni Lüdecke, als sie im vorigen Sommer ins Heim kam, drei Wochen lang jeden Tag sagte, "ach, in bin zu früh in's Heim gegangen!" Aber inzwischen ist das Heimweh nach Chamerau verflogen und es gefällt ihr in Zandt sehr gut, wie sie betonte! Bis aus Bochum angereist kamen die Nichte Bettina und ihr Ehemann Uwe um der Tante zum seltenen Geburtstagsjubiläum zu gratulieren! Alle freuten sich mit der Jubilarin über die Vollendung ihres 100. Geburtstages und wünschten ihr weiterhin viel Gesundheit! Sie freute sich sichtlich über soviel Aufmerksmankeit und bedankte sich herzlich dafür!

Anni Lüdecke ist in Breslau geboren und sie war ein sehr temperamentvolles Mädchen! "Mein Vater hat öfter zu mir gesagt, du wärst besser ein Junge geworden", erzählte sie und lacht! Aufgewachsen ist sie mit zwei Schwestern, die beide bereits verstorben sind und beruflich arbeitete sie als Verkäuferin im Textilienbereich. Während des Krieges wurde sie zu Kriegsdiensten verpflichtet, bei der Eisenbahn im Büro. "Aber der Feind kam immer näher und ich flüchtete zusammen mit anderen zu Fuss in den Westen und kamen bis nach Goslar. 1951 heiratete sie ihren Ehemann, einen Spätheimkehrer, der erst im Dezember 1949 aus der Kriegsgefangenschaft entlassen worden war. Sie hatten sich bei einer Silvesterfeier kennen gelernt.

Das Ehepaar Lüdecke weilte in Chamerau im Urlaub und es gefiel ihnen hier so gut, dass sie hierherzogen und im Ortsteil Roßberg bezogen sie eine Wohnung. 1994 besuchte Anni Lüdecke ihre frühere Heimat und auch ihr Elternhaus, das 15 Kilometer entfernt von Frankfurt an der Oder auch heute noch steht. Inzwischen ist ihr Mann verstorben und die Jubilarin hat sich in vielem selbst versorgt; unterstützt wurde sie außerdem von zwei Frauen aus Chamerau, Kuni Schötz und Inge Weinfurtner.

Ein besonderes Elixier, warum sie so alt werden darf, hat Anni Lüdecke nicht, aber ein kleines Gläschen Wein läßt sie sich ab und zu schon mal munden!

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