Gemeinde Chamerau

Spatenstich_Bürgerhaus_HomepageStart des Großprojekts „Bürgerhaus“mit Herzklopfen

Am Montag schlug eine historische Stunde: Mit einem Spatenstich begann der Bau des Bürgerhauses - Sonnenschein galt als gutes Omen - Fertigstellung Mai 2016

Chamerau. Mit dem ersten Spatenstich starteten am Montag die Bauarbeiten für den Neubau des Bürgerhauses, die im Mai 2016 abgeschlossen sein sollen. Nach dem Abriss des Haus des Gastes kam bei vielen älteren Menschen in Chamerau Freude auf, die sich auf einen „Barrierefreien“ Zutritt zum Rathaus freuen. Bürgermeister Stefan Baumgartner begrüßte zum symbolischen Spatenstich zahlreiche Gäste, unter ihnen den Projektleiter der Firma KFB-Baumanagement Herrn Freddy Leberkern, die Juniorchefin der KFB Frau Stefanie Rüger sowie Matthias Henfling. Weiter konnte das Gemeindeoberhaupt den Architekten Markus Weber vom Architektenbüro Schnabel & Partner aus Bad Kötzting mit Bauleiter Andreas Breu begrüßen. Das Ingenieurbüro Christl aus Cham vertrat beim Spatenstich Diplom Ingenieur FH Stefan Breu. Die ausführende Baufirma vertraten die Juniorchefin Stefanie Wurm und Bauleiter Ulrich Freimuth. Die Gemeinde Chamerau war mit Geschäftsstellenleiter Reinhold Fischer und den beiden Bürgermeisterstellvertretern Christian Glonner und Johann Robl vertreten.
Mit dem ersten Spatenstich zum Bürgerhaus in Chamerau hat nach langen Diskussionen rund um Planung und „Abbruch oder Neubau“ die Bauphase begonnen. „Das ist ein historischer Tag für uns alle", atmete Bürgermeister Stefan Baumgartner auf. Zusammen mit den Gästen griff er zum Spaten, um auf dem bereits abgesteckten Areal des ehemaligen Haus des Gastes symbolisch Erde abzutragen.
Als „bedeutungsvollen Schritt“ für die Gemeinde und einen ganz wichtigen Beitrag zur weiteren Verbesserung der Infrastruktur bezeichnete Bürgermeister Stefan Baumgartner den Startschuss für die Bauarbeiten zum neuen Bürgerhaus.
„Es ist das größte Bauwerk seit dem Kläranlagenbau vor 30 Jahren das in Chamerau zurzeit erstellt wird“, betonte Bürgermeister Baumgartner. Das neue Bürgerhaus werde ein wesentlicher Fortschritt nicht nur für die Vereine-, sondern auch ein Gewinn für Gäste und Bürger sein und die Lebensqualität mit dem Wohnwert der Gemeinde steigern. Angesichts der demografischen Entwicklung sei es besonders wichtig, erklärte Stefan Baumgartner, dass die Kommune auch für junge Familien attraktiv bleibe, der ländliche Raum seine Anziehungskraft nicht verliere und einer Abwanderung gegensteuere.
Die Planungen waren laut Bürgermeister in den letzten vier Jahren „teils recht turbulent verlaufen und mit erheblichen Diskussionen verbunden” - wozu auch die Frage gezählt habe „Sanierung oder Neubau“. Zur Einsparung von Betriebskosten durch neue Techniken komme der Neubau die Gemeinde um eine Million Euro günstiger als die Sanierung. Doch dies sei nun Vergangenheit.
Erfreulich nannte es der Bürgermeister, dass mit dem Bürgerhaus zugleich das erste konkrete und große Wunschprojekt der Integrierung des Rathauses in das Bürgerhaus nun Wirklichkeit werden könne.
Der Gemeinderat habe die konstruktiven Ideen gerne aufgegriffen und schnell zu einer einhelligen Zielrichtung gefunden. Schon jetzt fand der Bürgermeister lobende Worte für das Architekturbüro Schnabel und Partner aus Bad Kötzting. „Die Zusammenarbeit mit Ihnen bereitet viel Freude“ betonte Baumgartner an den Planer Markus Weber gewandt. Sie haben mit ihrem Entwurf auch einen außergewöhnlichen Baukörper geschaffen, der in der Ortsmitte einen neuen Akzent setzen wird. Insbesondere durch den schwach gewinkelten, ebenerdigen Bau, wird man ein Rathaus, verbunden mit einem Bürgerhaus durch einen offenen Eingangsbereich bekommen. Allgemeine Zufriedenheit stellte sich auch im Hinblick auf die Gebäudeplanung ein, dass wie Baumgartner meinte „zukunftsorientiert und ein Fortschritt für Chamerau" sei.
Die Fassaden werden transparent verglast und mit markanten Holzstrukturen versehen. Eine eigenständige Geometrie bekommt der Saal. Die Anordnung im Gelände erlaubt nicht nur die Nutzung der dort bereits vorhandenen Parkplätze, sondern ergibt zwischen den ebenfalls schon bestehenden Gebäuden des Kindergartens, der Schule und der Sporthalle einen wunderschönen Innenhof, der in Zukunft auch zu Veranstaltungen, in Verbindung mit dem neuen Bürgersaal, der Cateringküche und dem neu geschaffenen Toilettentrakt, genutzt werden kann.
Die kalkulierten 2,2 Millionen Euro verlangen der Gemeinde zwar einen finanziellen Kraftakt ab, sagt der Bürgermeister: „Doch der gute Zweck muss uns das Wert sein.“ Machbar ist die Investition, wie bei der Bürgerversammlung im Oktober 2014 einmal mehr aufgezeigt wurde. 
Bei geringer Verschuldung kann die Kommune getrost ans Werk gehen. Hier kommt die Firma KFB ins Spiel. Da es für das Projekt keine Fördermittel gebe, kann man den rechtlichen Tücken solcher Bauprojekte ausweichen, der Gemeinderat hatte beschlossen, einen Bauträger mit der KFB einzuschalten. Der Vorteil des „Zwischenschaltens“ der KFB zwischen Gemeinde und Baufirmen liege in der Möglichkeit, nachzuverhandeln, Pauschalpreise zu vereinbaren sowie KFW-Kredite beanspruchen zu können.
Architekt Stefan Weber war erfreut über den Baubeginn und über die zurzeit günstige Wirtschaftslage, dass wiederum der Gemeinde zugutekommt. Weber hoffe auf unfallfreie Bauarbeiten bis zum Richtfest, das in etwa vier Monaten gefeiert werden sollte.
Juniorchefin Stefanie Rüger von der KFB betonte in Ihren Begrüßungsworten die offene wenngleich auch nicht leichte aber immer sachliche Auseinandersetzung bis zum Vertragsabschluss mit dem Geschäftsstellenleiter Reinhold Fischer von der Gemeinde. Frau Rüger wünschte dem Projekt „Bürgerhaus“ einen allseits guten Verlauf und auf eine gute Zusammenarbeit wie dies auch bisher schon Geschehen sei.
Juniorchefin Stefanie Wurm von der ausführenden Baufirma Zankl aus Viechtach erhofft sich weiterhin ein gedeihliches Miteinander im Interesse aller Beteiligten.