Gemeinde Chamerau

BlutspendeehrungBlutspenderehrung als Dank für unschätzbare Hilfe

Zwei Frauen und ein Mann mit Vorbildcharakter im Rathaus ausgezeichnet.

Chamerau. Bürgermeister Stefan Baumgartner begrüßte im Bürgermeisterzimmer des Rathauses die zu Ehrenden und als Vertreter des BRK-Bereichsvorsitzenden Dr. Dieter Casaretto und die Blutspendebeauftragte des Bad Kötztinger BRK-Bereichs, Sandra Früchtl. Das Gemeindeoberhaupt betonte, dass es zur Tradition gehöre, die Blutspender zu ehren. Blutspenden sei ein Dienst an der Gesellschaft und in erster Linie für in Not Geratene. Baumgartner sprach von einem „wichtigen Dienst an der Bevölkerung”. Er ist gerade in den Sommermonaten wegen der Reisezeit und der damit vermehrten Unfallgefahr besonders wichtig, hier sind die Krankenhäuser gerade jetzt besonders darauf angewiesen, dass die Spendenbereitschaft nicht abreißt.
„Sie retten mit ihrem Einsatz Leben”, so der Bürgermeister mit dem Appell an die fleißigen Spender, in ihrer Bereitschaft nicht nachzulassen, jeder von ihnen sei ein Lebensretter und übe eine Vorbildfunktion aus. Wichtig sei es auch, andere zu einer Blutspende anzuregen und ihnen deutlich zu machen, mit welch geringem Aufwand sie dabei Menschen helfen können.
Im Namen all derjenigen, die eine Blutkonserve brauchen, sprach der Bürgermeister den treuen Spendern ein Dankeschön aus. Er wünschte allen, dass sie noch möglichst lange Blut spenden können und eine gute Gesundheit.
Dr. Dieter Casaretto sagte sowohl im Namen des Bayerischen Roten Kreuzes als auch im Namen all derer, denen durch die Blutspenden von Agnes Fischer, Doris Nachreiner und Christian Engl bereits geholfen worden ist, ein herzliches „Vergelt's Gott” in Richtung der drei Spender.
Im Stillen Großartiges leisten
„Sie haben Leben gerettet und geholfen, dass Leute am Leben geblieben sind oder gesund geworden sind. Dies ist nicht hoch genug einzuschätzen. Das, was jeder Einzelne von sich aus kostenlos hergibt, das ist bis jetzt noch nicht synthetisch herstellbar. Die Gesellschaft lebe von Menschen, die sich für andere einbringen, die mitmenschliche Solidarität beweisen. Die Medizin kann noch so weit entwickelt sein, am Blut führt immer noch kein Weg vorbei!”, so der Bereichsvorsitzende des Bad Kötztinger BRK. Jeder zweite Bundesbürger sei einmal in seinem Leben auf Spenderblut angewiesen. Ob bei einem Unfall oder bei einer dringenden Operation-wer Blut spendet, tut anderen Menschen etwas Gutes. Die Ehrung der Blutspender soll deshalb ein Dankeschön und die offizielle Bestätigung sein, dass die Gesellschaft die Blutspender dringender denn je braucht, zumal der Bedarf an Blutpräparaten ständig steigt.
Für den Spender selbst sei die Teilnahme auch mit einem „Gesundheits-Check” verbunden, bei dem möglicherweise eventuelle Erkrankungen erkannt werden. Diese Ehrung oftmaliger Spender könne auch Motivation für andere sein, diesem guten Beispiel zu folgen. Er erwähnte auch, dass im ländlichen Bereich die Bereitschaft zur Blutspende weit größer ist als in Ballungszentren und Städten.
Dr. Casaretto bezeichnete die Blutspende, die freiwillig geschehe, „als Lebensrettung nicht mit Blaulicht, sondern im stillen Kämmerchen”, die völlig unspektakulär, jedoch sehr wirkungsvoll sei. Allein in Bayern werden nach seinen Worten 2500 Blutspenden pro Tag benötigt.
In Anerkennung für 100-malige unentgeltliche und freiwillig geleistete Blutspende überreichte Dr. Casaretto an Christian Engl aus Lederdorn sowie an Agnes Fischer und Doris Nachreiner für 75-malige Blutspende jeweils eine Urkunde des BRK sowie eine Ehrennadel in Gold.
Der Allgemeinheit opfern
An die drei Geehrten gewandt betonte der Bereichsvorsitzende: „Ihr seid wirkliche Vorbilder." Außerdem verlieh er der Hoffnung Ausdruck, dass sich vor allem junge Menschen dazu entschließen, ihr Blut zu spenden. „Blut wird dringender gebraucht, denn je”, erklärte Dr. Casaretto mit Nachdruck. Auch Sandra Früchtl die Blutspendebeauftragte des Bad Kötztinger BRK-Bereichs, richtete ihren Dank an die drei oftmaligen Spender und übergab je ein „Erste-Hilfe-Set”.
Bürgermeister Stefan Baumgartner bedankte sich bei seinen Gemeindebürgern für ihr insgesamt 250-maliges Blutspenden. Wer bereit sei, sich Blut abnehmen zu lassen, beweise Solidarität mit den Mitmenschen und der Gemeinschaft, sagte er. „Wenn niemand bereit wäre, wäre dies eine Katastrophe.” Man kann den drei hochkarätigen Blutspendern aus der Gemeinde ob ihres Engagements nur bewundern, erklärte Bürgermeister Stefan Baumgartner und bat deshalb: „Macht's weiter so." Im Namen der Gemeinde überreichte er jedem der Geehrten ein dekorativ verpacktes „Glasgeschenk” sowie eine Flasche Bürgermeistersekt. Sein Blut spenden kann grundsätzlich jeder im Alter von 18 und seit dem 1. April bis zum 72. Lebensjahr.