Gemeinde Chamerau

Bürgerhaus_Zeitplan

Bürgerhaus auf der Zielgeraden

Es hat sich viel getan seit dem Spatenstich am 27. April 2015 / Wetter als „Bauhelfer“ des Bürgerhauses

Chamerau. An der Stelle, an der einmal das „Haus des Gastes“ der Gemeinde Chamerau gestanden ist, steht nun das Bürgerhaus. Zurzeit zumindest herrscht im Außenbereich noch Winterruhe auf dem weitläufigen Gelände. Die trockene Witterung 2015 hat die Arbeiten durch die Baufirma Zankl aus Viechtach im Boden enorm begünstigt. Gut im Zeitplan und kostenmäßig bei einer Punktlandung! So präsentiert sich aktuell das zurzeit größte Bauprojekt in der Gemeinde.
Architekt Markus Weber vom Architektenbüro Schnabel & Partner aus Bad Kötzting, der im Auftrag der Gemeinde für Planung und Projektierung verantwortlich zeichnet, zeigte sich deshalb bei der letzten Baustellenbegehung sehr zuversichtlich, dass das Bürgerhaus bis spätestens im Sommer eingeweiht werden kann. Architekt Weber fand in der Planung eine Anordnung die es im bestehenden Gelände er¬laubt nicht nur die Nutzung der dort bereits vorhandenen Parkplätze, sondern zwischen den ebenfalls schon bestehenden Gebäuden des Kindergartens, der Schule und der Sporthalle einen wunderschönen Innenhof, der in Zukunft auch zu Ver¬anstaltungen, in Verbindung mit dem neuen Bürgersaal, der Cateringküche und dem neu geschaffenen Toiletten¬trakt, genutzt werden kann. So könne dann zum Beispiel auch dort ein Bierzelt aufgestellt werden oder man könne bei Veranstaltungen im Freien bei Gewitter schnell und problemlos in den Bürgersaal ausweichen.
Die verschiedenen Firmen, zum größten Teil aus der Region, die mit dem Innenausbau beauftragt wurden, konnten bereits im Herbst mit der Installation der Haustechnik beginnen. Der Innenausbau des Bürgerhauses der bereits weit fortgeschritten ist wird bis Ende März abgeschlossen sein. Die Catering Küche für den Saal wird Mitte März eingebaut. Die noch fehlende Außenanlage, über die von den Gemeinderäten zurzeit noch ein Konzept zur Gestaltung erarbeitet wird, werden im März vergeben und bis zum Sommer, je nach Witterung zum Abschluss gebracht werden. Seit dem Spatenstich Ende April 2015 hat sich viel getan für den Neubau des Bürgerhauses, die zahlreichen Firmen aus der Umgebung haben gute Arbeit geleistet.
Die überbaute Fläche wird einmal 855 Quadratmeter betragen; der Brutto-Rauminhalt 4484 Quadratmeter; die Nutzfläche der Verwaltung im Erdgeschoss 281 Quadratmeter; im Bürgerhaus Erdgeschoss 194 Quadratmeter; die Nebenräume und im Foyer im Erdgeschoss 200 Quadratmeter und im Archiv, im Lager und für Technik im Dachgeschoss 158 Quadratmeter. Mit seiner architektonischen Bauweise fügt er sich gut in das Landschaftsbild ein.
Die Planungen waren laut Bürgermeister in den letzten vier Jahren „teils recht turbulent verlaufen und mit erheblichen Diskussionen verbunden“, wozu auch die Frage gezählt habe „Sanierung oder Neubau“. Wirtschaftlich war es einfach nicht mehr, das 1976 in Betrieb genommene Haus des Gastes zu sanieren. Zur Einsparung von Betriebskosten durch neue Techniken komme der Neubau die Gemeinde um zwei Millionen Euro günstiger als die Sanierung. Doch dies sei nun Vergangenheit. Erfreulich nannte es Bürgermeister Stefan Baumgartner beim Spatenstich ende April, dass mit dem Bürgerhaus zugleich das erste konkrete und große Wunschprojekt der Integrierung des barrierefreien Rathauses in das Bürgerhaus nun Wirklichkeit werden könne. Als „bedeutungsvollen Schritt“ für die Gemeinde und einen ganz wichtigen Beitrag zur weiteren Verbesserung der Infrastruktur bezeichnete der Bürgermeister damals den Startschuss für die Bauarbeiten zum Bürgerhaus.
Das neue Bürgerhaus wird ein wesentlicher Fortschritt nicht nur für die Vereine, sondern auch ein Gewinn für Gäste und Bürger sein. Angesichts der demografischen Entwicklung sei es besonders wichtig, dass die Kommune auch für junge Familien attraktiv bleibe, der ländliche Raum seine Anziehungskraft nicht verliere und einer Abwanderung gegensteuere.
Die Arbeiten am neuen „Bürgerhaus" in Chamerau sind fast vollständig abgeschlossen. Über die Nutzung und Gestaltung des Außenbereichs wird demnächst vom Gemeinderat ein Konzept erstellt.
Hell, freundlich und modern: der Eingangsbereich zum Saal.