Gemeinde Chamerau

Bürgerhaus Neubau steht für eine gute Zukunft„Bürgerhaus Neubau steht für eine gute Zukunft“

Baumaßnahme Das Bürgerhaus liegt gut im Zeitplan / Am 31. Juli wird es offiziell eingeweiht.

Chamerau. Der Countdown läuft. In gut fünf Wochen wird das neue Bürgerhaus offiziell eingeweiht. Die Arbeiten auf der Baustelle laufen im Innen-und Außenbereich noch auf Hochtouren. „Die größte Baumaßnahme in der Gemeinde schreitet gut voran und steht kurz vor dem Abschluss”, freut sich Bürgermeister Stefan Baumgartner.
Trotz des Baustellenstresses wirkt er gelassen. „Natürlich geht es jetzt noch mal rund, aber das Ende ist ja in Sicht. Sowohl innen als auch außen wird gearbeitet und der Umzug der Gemeindeverwaltung wird vorbereitet. Und dann muss ja noch eingeräumt und dekoriert werden”.  Aber für den Bürgermeister ist das der ganz normale Stress vor der Eröffnung. Den nehme ich gerne in Kauf, denn ich bin sicher, dass die Baulichkeiten nicht nur äußerlich, sondern auch im Inneren ein Schmuckstück werden. Jede Menge Diskussionen und Zweifel gab es über die letzten Jahre hinweg - gäbe es für das Ortsbild nicht bessere Pläne? Muss es unbedingt ein Neubau sein? Diese und viele andere Punkte standen in der Kritik um den Bau des neuen Bürgerhauses in Chamerau. In sechs Wochen wird nun das Gebäude nach nur einundzwanzigmonatiger Bauzeit eingeweiht und auch die letzten Kritiker sind verstummt. Denn alle „Baubeobachter" sind überzeugt: Besser hätte man es nicht machen können, in jeder Hinsicht.
Funktionelle Vielseitigkeit
Offen, einladend, lichtdurchflutet und transparent, so präsentiert sich das neue Gebäude, das so geschickt zwischen Kindergarten, Schule, Sporthalle, bestehenden Bäumen und vielen Parkplätzen gesetzt wurde, dass der Blick von einem Platz zum anderen durch die großen Fenster möglich ist. Man kann schon jetzt sagen, das ist die neue Ortsmitte, die auch durch den großen Vorplatz als Festplatz mit Zelt für ein Dorffest oder ein Open Air Konzert benützt werden kann. Der Bürgersaal wird wieder für Bälle, Versammlungen, Theater und sonstige Veranstaltungen den Vereinen zur Verfügung stehen. Und für die Spaziergänger wird zum Verschnaufen eine 12 Meter lange Pergola errichtet. Und weil „wir auch mitten im Leben vom Tod umgeben sind", wurde der alte und neue Friedhof in den Gesamtkomplex integriert, selbstverständlich mit der nötigen Distanz von der pulsierenden Geschäf¬tigkeit, aber trotzdem einbezogen in den „Lauf der Welt". Multifunktional, barrierefrei und für weltliche und kirchliche Gruppen nutzbar müsse das Gebäude sein, so waren die Vorgaben, erklärte Bürgermeister Stefan Baumgartner bei der letzten Baubegehung. Das sei bestens gelungen. „Es wurde auf jeden Fall besser als mancher Kritiker am Anfang dachte. Alle Widrigkeiten sind nun überwunden, jetzt müssen wir den Blick nach vorne richten”.
In vier Jahrzehnten ist nun mit der Vollendung des Bürgerhauses ein Projekt herangereift und gewachsen, was der Gemeinde und ihren Bürgern als Basis für eine gemeinschaftsfördernde Kommunikation dienen soll: eine Stätte der Begegnung — der Kirche, dem unbestrittenen Wahrzeichen des Ortes, zugeordnet, aber genau das Gegenteil von engstirniger Kirchturmpolitik. Hier wurde mit dem Bau des Bürgerhauses mit integrierter, barrierefreier Gemeindeverwaltung eine Idee verwirklicht, die aus den Unzulänglichkeiten der Vergangenheit gelernt hat und bei weitschauender Planung ein Werk entstehen ließ, das den gegenwärtigen Bedürfnissen und den zukünftigen Anforderungen in jeder Weise gerecht wird. Bürgermeister Stefan Baumgartner und der Gemeinderat haben mit dem Mut zum Risiko, im berechtigten Vertrauen auf den Erfolg des Tüchtigen und aus der Bereitschaft zu jeder nur möglichen Eigenleistung heraus Werte geschaffen, die auch kommenden Generationen noch zugutekommen werden.
Architekt Weber erfreut über die positive Resonanz
Architekt Markus Weber vom Architektenbüro Schnabel & Partner aus Bad Kötzting, der im Auftrag der Gemeinde für Planung und Projektierung verantwortlich zeichnet, zeigte sich deshalb bei der letzten Baustellenbegehung sehr erfreut über die positive Resonanz aus der Bevölkerung über den Baufortschritt und über das Gesamtkonzept der Anlage.  Weber fand in der Planung eine Anordnung die es im bestehenden Gelände er¬laubt nicht nur die Nutzung der dort bereits vorhandenen Parkplätze, sondern zwischen den ebenfalls schon bestehenden Gebäuden des Kindergartens, der Schule und der Sporthalle einen wunderschönen In-nenhof, der in Zukunft auch zu Ver¬anstaltungen, in Verbindung mit dem neuen Bürgersaal, der Cateringküche und dem neu geschaffenen Toiletten¬trakt, genutzt werden kann. So könne dann zum Beispiel auch dort ein Bierzelt aufgestellt werden oder man könne bei Veranstaltungen im Freien bei Gewitter schnell und problemlos in den Bürgersaal ausweichen.
Viele Firmen aus der Region
Die verschiedenen Firmen, zum größten Teil aus der Region, die mit dem Innenausbau beauftragt wurden, konnten bereits im Herbst 2015 mit der Installation der Haustechnik beginnen. Der Innenausbau des Bürgerhauses wird bis zur Einweihung Ende Juli abgeschlossen sein. Die Catering Küche für den Saal wurde bereits eingebaut und wartet auf die ersten Köche. Die noch fertigzustellende Außenanlage, die von der Baufirma Schönberger aus Chamerau übernommen wurde, wird nach dem sehr guten Baufortschritt auch im Juli termingerecht zu Ende gebracht werden. Bis zur Einweihung werden auch die gärtnerischen Arbeiten die der Bauhof erledigt fertig sein.
Seit dem Spatenstich Ende April 2015 hat sich viel getan für den Neubau des Bürgerhauses, die zahlreichen Firmen aus der Umgebung haben gute Arbeit geleistet, so Bürgermeister Stefan Baumgartner.
Die überbaute Fläche hat 855 Quadratmeter; der Brutto-Rauminhalt 4484 Quadratmeter; die Nutzfläche der Verwaltung im Erdgeschoss 281 Quadratmeter; im Bürgerhaus Erdgeschoss 194 Quadratmeter; die Nebenräume und im Foyer im Erdgeschoss 200 Quadratmeter und im Archiv, im Lager und für Technik im Dachgeschoss 158 Quadratmeter. Mit seiner architektonischen Bauweise fügt er sich gut in das Landschaftsbild ein.
Die Büromöbel seien ausgesprochen funktionell, formschön, farblich ansprechend und es wird so richtig Freude machen, hier zu arbeiten.  „Jetzt freuen wir uns alle in der Gemeindeverwaltung so richtig auf und über unseren Arbeitsplatz!” So wie das Gemeindeoberhaupt strahlt, glaubt man ihm das aufs Wort.  Wert legt Baumgartner auf die Feststellung, dass alle Büroräume mit den gleichen Möbeln eingerichtet seien, es gibt keine Unterschiede.
Modernste Technik eingebaut
Die Planungen waren laut Bürgermeister vor dem Beschluss des Gemeinderates zu einem Neubau „teils recht turbulent verlaufen und mit erheblichen Diskussionen verbunden“. Wirtschaftlich war es einfach nicht mehr, das 1976 in Betrieb genommene Haus des Gastes zu sanieren. Durch den Einbau neuer Techniken zur Einsparung von Betriebskosten komme der Neubau die Gemeinde um zwei Millionen Euro günstiger als eine Sanierung. Doch dies sei nun Vergangenheit. Erfreulich nannte es Bürgermeister Stefan Baumgartner beim Spatenstich ende April 2015, dass mit dem Bürgerhaus zugleich das erste konkrete und große Wunschprojekt der Integrierung des barrierefreien Rathauses in das Bürgerhaus nun Wirklichkeit werden könne. Als „bedeutungsvollen Schritt“ für die Gemeinde und einen ganz wichtigen Beitrag zur weiteren Verbesserung der Infrastruktur bezeichnete der Bürgermeister damals den Startschuss für die Bauarbeiten zum Bürgerhaus.
Das neue Bürgerhaus wird ein wesentlicher Fortschritt nicht nur für die Vereine, sondern auch ein Gewinn für Gäste und Bürger sein. Angesichts der demografischen Entwicklung sei es besonders wichtig, dass die Kommune auch für junge Familien attraktiv bleibe, der ländliche Raum seine Anziehungskraft nicht verliere und einer Abwanderung gegensteuere.
Offizielle Eröffnung
Für Sonntag den 31. Juli erwartet die Gemeinde zur Einweihung nicht nur die gesamte Bevölkerung, alle Gemeindevereine, Ehrengäste, sondern auch zahl¬reiche Persönlichkeiten aus Politik und Wirt¬schaft, so Landrat Franz Löffler und die Bürgermeister der Nachbargemeinden. Pfarrer Kilian Limbrunner freut sich, auf das glücklich vollendete Gemeinschaftswerk als einem Werk für die Gemeinschaft den Segen Gottes herab¬rufen und weihen zu dürfen, was sich als En¬semble von schier unbegrenzten Nutzungsmöglichkeiten präsentiert.
Festprogramm
9.30 Uhr Aufstellung am Bahnhof zum Kircheneinzug mit der Festkapelle Kerscher aus Roding.
10 Uhr Festgottesdienst in der Pfarrkirche.
ca. 10.45 Uhr Segnung des Bürgerhauses.
11 Uhr Festansprachen.
12 Uhr Mittagessen.
13 Uhr Kaffee und Kuchen sowie Tag der offenen Tür.