Gemeinde Chamerau

PreußenrasenDie Gemeinde rollte den „Preußenrasen“ aus


Der Bauhof verlegt die fertigen Rasenstücke vor dem Bürgerhaus / Verlegung nach Sandwich-Methode.

Chamerau. Ein ungewohntes Bild bietet sich den Besuchern beim Betreten des neuen Bürgerhauses: Der große Platz vor dem Bürgerhaus der noch letzte Woche eine große „Mondlandschaft“ war erstrahlt in sattem Grün und der Geruch von frischem Gras liegt in der Luft. Wo zuvor fast vier Jahrzehnte das „Haus des Gastes“ stand, erstreckt sich seit gestern eine neue Grünfläche. Im Zuge der Außengestaltung des Bürgerhauses wurden circa 1200 Quadratmeter Rollrasen aufgebracht. Sie sollen von nun an, passend zum Bürgerhaus für ein ländliches Gesamtbild sorgen. Mit der Verlegung des Rollrasens ist jetzt ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Fertigstellung bis zu den Einweihungsfeierlichkeiten am 31. Juli getan.
„Bei der sogenannten Sandwich-Methode wurde die vorhandene Fläche mit Flusssand geebnet. Danach wurde der Rollrasen einfach darüber verlegt. Eine Bodenlockerung war nicht mehr nötig und das sparte natürlich Zeit”. Nach nur vier Wochen also bis zur Einweihung kann die neue Grünfläche schon betreten werden.
Viele fleißige Hände packten an
Für die Verlegung des Rollrasens sind Kosten in Höhe von rund 4.000 Euro angefallen. Eine Firma aus Berlin lieferte die 1200-qm Rasen auf Paletten an. Von den Bauhofmitarbeitern wurden die 50 Zentimeter breiten einen Meter langen und 1,5 Zentimeter starken Rasenstücke fachgerecht in einer Rekordzeit aufgebracht. Bürgermeister Stefan Baumgartner war von Anfang bis zum Ende der Baumaßnahme ebenfalls ständig vor Ort und unterstützte seine Bauhofmitarbeiter mit Muskelkraft. Trotz seiner Begeisterung für die fortgeschrittene und schnelle Verlegtechnik des Rollrasens vergisst er die Höhe der Kosten nicht. Die anderen kleinen Rasenflächen rund um das Bürgerhaus wurden auf konservative Weise bepflanzt, betonte er.
Auch rundherum um den Vorplatz zum Bürgerhaus hat sich viel getan: Vier breite, barrierefreie Zugänge zum Bürgerhaus wurden erstellt und gepflastert. Neue Beleuchtungsmasten wurden gesetzt und für die Spaziergänger wurde zum Verschnaufen eine 12 Meter lange Pergola errichtet. Nachdem der Bauzaun der während der Bauphase für Sicherheit sorgte, entfernt wurde, konnte nun auch die Abgrenzung mittels eines Metallzaunes zum Kindergarten von den Bauhofmitarbeitern wieder erstellt werden.
Das Gemeindezentrum bietet nun einen wunderschönen In¬nenhof, der in Zukunft auch zu Ver¬anstaltungen, in Verbindung mit dem neuen Bürgersaal, der Cateringküche und dem neu geschaffenen Toiletten¬trakt, genutzt werden kann. So könne dann zum Beispiel auf der gerade erstellten Grünfläche auch dort ein Bierzelt aufgestellt werden oder man könne bei Veranstaltungen im Freien bei Gewitter schnell und problemlos in den Bürgersaal ausweichen.
Schon jetzt gab es viel Lob
Über die Platzgestaltung gab es schon die eine oder andere Diskussion. Bürgermeister Stefan Baumgartner, ist aber zuversichtlich: „Wenn der Platz fertig ist, wird ihn die Mehrheit schön finden”. Von den Fachstellen, bei denen Rat über die Gestaltung und Bepflanzung eingeholt wurde, habe es bisher nur Lob gegeben.
Für Sonntag den 31. Juli erwartet die Gemeinde zur Einweihung nicht nur die gesamte Bevölkerung, sondern auch zahl¬reiche Persönlichkeiten aus Politik und Wirt¬schaft, so Landrat Franz Löffler. Pfarrer Kilian Limbrunner freut sich, auf das glücklich vollendete Gemeinschaftswerk als einem Werk für die Gemeinschaft den Segen Gottes herab¬rufen und weihen zu dürfen, was sich als En¬semble von schier unbegrenzten Nutzungsmöglichkeiten präsentiert.
 
Viele Hände machen schnell ein Ende, ein alter Spruch, der sich bei der Verlegung der 1200 qm Rasenfläche. bewahrheitete.