Gemeinde Chamerau

Senioren in Sankt Englmar

Eine einmalige etwas andere Perspektive


Auf dem Waldwipfelweg in Sankt Englmar konnte man den Lebensraum Natur aus einer ganz anderen Perspektive kennenlernen

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Chamerau. Strahlender Sonnenschein begleitete am Donnerstag die Chamerauer Senioren beim Ausflug auf den Waldwipfelweg. Mit dem Bus ging’s zunächst nach Sankt Englmar. Bürgermeister Stefan Baumgartner, der als Reiseleiter zusammen mit der Seniorenbetreuerin der Gemeinde, Ulrike Biegerl, fungierte, betonte in einem Grußwort, dass die Seniorenbetreuung große Bedeutung für die Gemeinde hat. Er sprach Ulrike Biegerl namens der Senioren und der Gemeinde Dank aus und fügte die Hoffnung an, dass diese Arbeit auch weiterhin so gut läuft. Zwar lade auch die Pfarrgemeinde monatlich zu einem Seniorennachmittag ein, doch diese intensive Betreuung im Frühjahr und Sommer sei ungemein wichtig und lobenswert.
In Sankt Englmar/Maibrunn ging es zunächst auf den 350 Meter langen Waldwipfelweg, der aus Massivholz von 36 Betonmasten getragen wird und über zwei Meter breit ist. Als Führer stellte sich Martin Six, der Erbauer des Waldwipfelweges zur Verfügung. Mit Insider-Informationen über die Finanzierung, die Erbauung im Jahr 2007 bis zur Eröffnung 2008 und zu den weiteren Ausbaumöglichkeiten erfuhren die Senioren viel Interessantes. Dieser bequeme, barrierefreie Pfad in luftiger Höhe brauchte dann doch etwas Mut, wenn man den Blick von der Aussichts-Plattform über die Höhenzüge des Bayerischen Waldes, das Donautal und die Ebenen des Gäubodens genießen wollte.
Andere Herausforderungen brachte der Bereich der Sinnesphänomene. Zwar hatte man hier wieder festen Boden unter den Füßen, jedoch brachten viele Merkwürdigkeiten die Besucher zum Staunen. Konzentration war erforderlich, um die vorgegaukelten Wahrnehmungen als Täuschungen zu erkennen. Umso mehr genossen alle den Naturerlebnispfad. Die Zuordnung von Tieren zu ihren Verhaltensweisen, Stimmen, Fellen und Trittspuren weckte wieder Kindheitserinnerungen. Die Sinneshöhle war dann ein völlig neues Erlebnis. Besonders schwer fiel es, Düfte bestimmten Pflanzen zuzuordnen. Man konnte seinen Augen nicht mehr trauen. Nach dem Pfad stärkten sich die Senioren im „Woid-Wipfe-Häusl“ oder auf der geräumigen Sonnenterrasse mit einer deftigen Brotzeit – stets mit einem gigantischen Blick auf den Bayerwald.
Zum Schluss wagten noch einige einen Gang in das kopfstehende Haus. Zusätzliche Längs- und Querneigung bringt die Wahrnehmung ins Schleudern. Durch die komplett verdrehte Einrichtung auf zwei Stockwerken entstanden Erinnerungsfotos mit absoluter Lach-Garantie.
Bei Sonnenschein führte die Fahrt weiter zum „Singenden Wirt“ nach Elisabethszell. Viele Stars aus Rundfunk und Fernsehen waren hier schon zu Gast, worauf auch die Familie Dietl gerne verweist. Die Senioren ließen sich das Mittagessen schmecken. Der Wirt spendierte zudem für jeden Gast ein Kräuterstamperl.
Den Abschluss der Tagestour bildete ein Besuch im „Café geheimdip“ in Prackenbach. Hier ließen sich die Senioren noch einmal kulinarisch verwöhnen.
Bürgermeister Stefan Baumgartner bedankte sich nochmals bei der Seniorenbeauftragten Ulrike Biegerl für die Ausarbeitung des gelungenen Ausfluges und bei den Senioren für ihr unkompliziertes Verhalten den Tag über.
Er gab auch bekannt, dass dieses Jahr wieder eine Seniorenweihnachtsfeier für die Chamerauer Senioren, zum ersten Mal nach Fertigstellung des Bürgerhauses abgehalten wird. Die Lederdorner Senioren halten ihre Feier wie bisher im Gasthaus Saurer ab. Der Ausflug zum Kesselfleischessen findet wie gewohnt im Februar nächstes Jahr wieder statt. Der Herbstausflug findet 2017 nach Furth im Wald mit Besichtigung des Drachens, des Drachensees und einer Einkehr zum Mittagessen und zum Kaffeetrinken statt.
In luftiger Höhe erlebten die Chamerauer Senioren den Waldwipfelweg in Sankt Englmar.