Gemeinde Chamerau

Viertklässler besuchen Bürgerhaus

Viertklässler besuchten das Chamerauer Bürgerhaus

Schule verlegte Unterrichtsstunde in die Gemeindeverwaltung.

Chamerau.  Eine Sondersprechstunde hatte sich Bürgermeister Stefan Baumgartner in seinem Terminplaner vorgemerkt. Angekündigt war die 4. Klasse aus der Grundschule mit Rektorin Claudia Mühlbauer.
Bürgermeister Baumgartner brachte bei der Begrüßung seiner Freude darüber zum Ausdruck, dass sich die Klasse entschieden hat, die Gemeindeverwaltung Chamerau zu besuchen. Es sei eine Premiere, dass eine Schulklasse das neue Bürgerhaus seit der Eröffnung im Jahr 2016 besucht. Der Besuch erfolgte im Rahmen des Unterrichts in Heimat- und Sachkunde. Hier behandelt man gerade das Thema „Welche Aufgaben hat die Gemeinde?“.
Reger Publikumsverkehr
Nach einem Rundgang durch das Haus mit den Diensträumen, bei dem Bürgermeister Baumgartner schon die einzelnen Sachbearbeiter und deren Aufgaben vorstellte, begab man sich in den Bürgersaal, wo üblicherweise auch die Gemeinderatssitzungen stattfinden, in denen wichtige Beschlüsse, die Gemeinde und deren Bürger sowie Einrichtungen betreffend, gefasst werden. Die wissbegierigen Schüler fragten aber auch gezielt nach den einzelnen Räumlichkeiten, so auch nach denen über dem Bürgersaal nach, daraufhin durften alle das Archiv das sich dort mit seinen viele Ordnern befindet besichtigen. Das älteste Dokument stammt aus dem Jahre 1876. Baumgartner erklärte noch, dass viele Unterlagen vor, während und nach dem zweiten Weltkrieg einfach verschwunden seien.
Die kleinen Gäste sorgten dann in den Büros wie zum Beispiel im Einwohnermeldeamt, in der Gemeindekasse, in der Kämmerei beim Geschäftsstellenleiter für regen Publikumsverkehr und machten sich noch über die Sachgebiete der Verwaltungsangestellten schlau. Großes Interesse zeigten die Schüler als sie das Zimmer zwischen der Gemeindekasse und der Kämmerei besichtigen durften, in dem der über 100.000 Euro teure Server der Gemeinde untergebracht ist. An alltäglichen Datenerfassungen wie Stefan Baumgartner aufzählte, war abzusehen, welche Arbeitserleichterung „Kollege” Computer mit sich bringt.
Nach der Besichtigung der Räumlichkeiten und einem Einblick in die Arbeit der Verwaltungsangestellten und -Beamten durften die Schüler das Arbeitszimmer des Bürgermeisters besichtigen. Auf seinem Schreibtisch herrscht Ordnung. Rechts liegen die Unterlagen, die er bei Gelegenheit durchschauen muss. Direkt vor ihm liegen die Akten, die er am gleichen Tag bearbeiten muss. Baumgartner zeigte den Kindern seinen vollen Terminkalender, in dem alle seine Termine aufgeschrieben sind, die er im Laufe des Tages absolvieren muss. Nun aber ging es um die Fragen, die die Schüler auf Spickzetteln notiert hatten und vom Bürgermeister beantwortet haben wollten.
Meine Gemeinde
Stefan Baumgartner stand Rede und Antwort in seinem Dienstzimmer. Die Fragen waren sehr gemischt, wobei die Kinder interessierte, ob ihm der Beruf des Bürgermeisters gefällt, diese Frage beantwortete er mit einem klaren „Ja“. Ob er schon immer den Wunsch hatte, Bürgermeister zu werden. Neben der Frage: wie viele Einwohner die Gemeinde hätte, tauchte eine Frage auf, was der Bau des Bürgerhauses gekostet hat und welche Steuern die Gemeinde einnimmt. Welche Aufgaben die Gemeinde und die Gemeinderäte haben. „Seit wann sind Sie Bürgermeister?", Stefan Baumgartner antwortete, dass er 2008 erstmals zum Bürgermeister gewählt wurde und damals das jüngste Gemeindeoberhaupt der Oberpfalz war.  Welche Vorgänger hatten Sie, fragte ein anderer Schüler. „Warum wollten Sie Bürgermeister werden“. Die Liebe zum Verwaltungsangestellten entwickelte sich mit der Lehre in der Gemeindeverwaltung in Chamerau und lies in seitdem nicht mehr los. „Wie viel kostet die Schule im Jahr“ und wann wurde sie gebaut. „Wie viel muss man Steuer für Hunde bezahlen“ „20, 30 bzw. 40 Euro für den ersten, zweiten oder dritten Hund”, listete Stefan Baumgartner auf. Überrascht waren die Schüler, dass der Halter eines Kampfhundes 500 Euro berappen muss.
 „Wie viele Bürger wohnen zurzeit in der Gemeinde Chamerau“. Hier war er momentan überfragt aber bei der Nachfrage im Bürgerbüro kam prompt: die genaue derzeitige Einwohnerzahl, wurde mit 2250 Personen angegeben, davon sind 450 Kinder unter 18 Jahre. Die letzte Frage stellte eine Schülerin „Welche Ziele hat die Gemeinde“, diese Frage beantworte Bürgermeister Stefan Baumgartner mit: Das Ziel und die Aufgabe der Gemeinde sei es, dass es allen gut geht, Euch, euren Eltern, den Kindern und dass wir eine Lebens- und liebenswerte Gemeinde sind. Der Bürger soll sich in seiner Gemeinde wohlfühlen. Nach der Fragestunde durften die wissbegierigen Schüler noch die Amtskette und das Goldene Buch besichtigen.
Nachdem Bürgermeister Baumgartner entsprechende Auskünfte gegeben hatte, verteilte er noch Süßigkeiten. Dass man dann nicht mit einer Stunde Besuchszeit auskam, störte keinen und am Schluss bedankte sich Rektorin Claudia Mühlbauer sowie auch die Kinder mit einem herzlichen und lauten „Dankeschön, Herr Bürgermeister“ und überreichten ihrerseits ebenfalls ein kleines Geschenk. (che)