Gemeinde Chamerau

Brückenbaustelle strapaziertBrückenbaustelle strapaziert die Geduld der Autofahrer

Verkehr Fräsarbeiten über die Regenbrücke begannen - ”Stachus Roßbach“ zur Zeit Gefahrenstelle.

Chamerau. Am Montag begann die Vollsperrung für den Verkehr über die Regenbrücke. Eine schwere Fräsmaschine der Firma STRABAG arbeitet sich auf der Brücke seit Dienstag langsam vom Brückenanfang an der Kirche in Richtung ”Drüberes Dorf“ voran. Meter für Meter fräst sie 3 cm der Deckschicht ab. Das laute Brummen ist schon von weitem zu hören. Der vorausrollende Lastwagen wird mit dem Fräsasphalt beschickt. Hinter der Fräse reinigt ein Saugbesen die Fahrbahn, damit die Brückenbaufirma mit den eigentlichen Sanierungsarbeiten beginnen kann. Die Vollsperrung geht voraussichtlich bis Ende Oktober 2018. Für die Fußgänger und Radfahrer wird in dieser Zeit aber eine Gehwegseite zur weiteren Nutzung zur Verfügung stehen. Denn die Kappen (Gehwege) werden immer nur für eine Seite gesperrt. Radfahrer können auf dem einen jeweils verbleibenden Gehweg schieben. Im nächsten Bauabschnitt werden dann sämtliche Fugen im Brückenüberbau instandgesetzt und die Übergangskonstruktionen freigelegt. Die teils lockeren Stahlschienen werden teilweise erneuert oder neu eingebaut und die Brückenabdichtung wird wieder fachgerecht hergestellt. Dazu ist in Abschnitten eine Betonsanierung erforderlich. Die Maßnahme wird abschnittsweise durchgeführt werden. Nachdem der Korrosionsschutz auf die Stahlflächen aufgebracht ist, geht es weiter mit dem nächsten Sanierungsabschnitt. Zum Schluss wird dann wenn alles planmäßig verläuft Ende Oktober der Fahrbahnbelag über die gesamte Brücke wieder aufgebracht. Die Baulänge beziehungsweise Brückenlänge beträgt 120 Meter. Die Asphaltarbeiten erfolgen auf zirka 700 Quadratmetern, die Länge der Instandsetzung der Pflasterzeilen beträgt zirka 260 Meter. Ziel ist es bis Ende Oktober mit der Oberflächen Instandsetzung der Brücke fertig zu sein.
Der Verkehr wird in dieser Zeit aus Cham beziehungsweise aus Miltach kommend mit Fahrtrichtung Chamerau-Bahnhof über den Kreisverkehr über die Staatsstraße St 2132 in Richtung Roßbach umgeleitet und wird über die Kötztinger Straße wieder in die Ortschaft geführt. Von Chamerau-Bahnhof nach Chamerau-Kirche erfolgt die Umleitung in umgekehrter Richtung. Der Regentalradweg Cham-Chamerau-Miltach ist durch diese Maßnahme nicht betroffen. Die gesamte Sanierung der Brücke soll in den nächsten drei Jahren erfolgen, so dass jährlich zwischen 200 000 und 250 000 Euro an Kosten anfallen werden. Mit der Durchführung der Sanierungsmaßnahme wurde die Firma Johann Wutz aus Cham beauftragt. Die Gemeinde Chamerau bittet die Verkehrsteilnehmer und Anwohner um Verständnis für die nicht zu vermeidenden Beeinträchtigungen durch die Baumaßnahme. Alle Beteiligten sind bestrebt, die Maßnahme so zügig wie möglich durchzuführen und die Behinderungen so gering wie möglich zu halten.
Die Geduld der Autofahrer wird wegen der Sperrung am ”Stachus Roßbach“ in diesem Bereich gelegentlich auf eine harte Proben gestellt, wenn es scheinbar kein Vorankommen beim Einfahren in die Kreisstraße mehr gibt.
Gründe für die Vollsperrung
Ausschlaggebendes Kriterium für eine Vollsperrung sind die einschlägigen Regelungen zur Arbeitssicherheit der Beschäftigten im Verkehrsraum. Die maximale Fahrbahnbreite auf der Brücke beträgt nur 5,50 Meter. Diese Breite ist nicht ausreichend, um die erforderlichen Sicherheitsabstände und Mindestbreiten für Arbeitsräume auf der einen sowie die Mindestfahrstreifenbreiten für den fließenden Verkehr einzuhalten. Darüber hinaus schafft eine Vollsperrung auch die Voraussetzung für eine wirtschaftliche und qualitativ hochwertige Ausführung, da die Baumaßnahme schneller und effektiver umgesetzt werden kann. (che)