Gemeinde Chamerau

Workshop Marke ChamerauEin neues Logo soll Chamerau ins rechte Licht rücken

Workshop Mithilfe der Werbeagentur Dreibein soll Chamerau für das 1000 Jährige Jubiläum und für die Zukunft fit gemacht werden.

Chamerau. Wie gut funktioniert der Einzelhandel in Chamerau? Gibt es genügend Spiel- und Freizeitflächen oder Kinderbetreuungseinrichtungen? Passt die soziale Infrastruktur? Was muss passieren, um Chamerau dauerhaft lebenswert für alle Generationen zu halten? Um solche Fragen ging es am Freitagabend im Bürgerhaus beim ersten Workshop („Arbeitskreis oder -gruppe“). Die Gemeinde hatte dazu den Gemeinderat, die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung, Vereinsvorstände mit ihren Funktionären aus der aus 2654 zählenden Bürger der Gemeinde Chamerau eingeladen. Voraussetzung für einen erfolgreichen Workshop Die Durchführung eines Workshops ist keine leichte Aufgabe und einige Punkte sollten beachtet werden, damit er für alle Beteiligten zum Erfolg führt. Die Homogenität des Team spielt eine zentrale Rolle. Alle Teilnehmer sollten bereit sein, voneinander lernen zu wollen und sich mit Respekt begegnen. Diese Voraussetzungen ermöglichen den Gewinn neuer Betrachtungsweisen für alle Beteiligten und helfen Problem- sowie Fragestellungen gemeinsam schneller und effizienter zu lösen. Einige Euros lässt sich die Gemeinde Chamerau kosten, die ihr Image als Lebens und liebenswerte Gemeinde im Regental zum 1000- jährigen Jubiläum im Sommer und darüber hinaus aufpolieren will. Ein neues Logo soll die Gemeinde Chamerau nach vorne bringen und das moderne, traditionelle Bild Chameraus nach außen prägen. Erar¬beitet wird die Kam¬pagne und das Logo dazu allerdings nicht allein im stillen Käm¬mer¬lein, son¬dern in enger Abstim¬mung mit der Gemeinde und der Werbeagentur Dreibein aus Cham, die mit Firmengründer Florian Werner einem gebürtigen Chamerauer und Prokurist Tobias Platzer ins Bürgerhaus gekommen sind um mit den Anwesenden zum ersten Mal bei einem Arbeitskreis auszuloten was für das neue noch zu erstellende Logo machbar sei. Ziel des Workshops Das Ziel eines Workshops so Florian Werner, der die Aufgaben des Moderators übernommen hatte, ist es Lösungen für Problemstellungen zu finden, verschieden Themen aufzuarbeiten oder die Entwicklung neuer Ideen und Innovationen zu fördern. Bei der Durchführung sollte das gesamte Team einbezogen werden, um gemeinsam an den geforderten Fragestellungen zu arbeiten. „Es geht darum die Gemeinde als Marke zu posi¬tio¬nieren, den Mar¬ken¬kern her¬aus¬zu¬ar-beiten und zu schärfen“, wie Florian Werner am Anfang erläu¬terte. “Ein neues Logo soll mit dazu beitragen, dass die Gemeinde Chamerau ein unverwechselbares Gesicht bekommt und sympathisch nach innen und außen auftritt”. „Das Logo soll das Imagebild symbolisieren, klar und einfach sein und einen hohen Wiedererkennungswert haben”. Um es gleich vorweg zu sagen: Das neue Logo soll nicht mit dem traditionellen Gemeindewappen konkurrieren, sondern eine Ergän¬zung darstellen. Genutzt werden kann die Bildmarke – unter den glei¬chen Bedin¬gungen wie das offizielle Wappen. Was ist in der Gemeinde Chamerau bereits vorhanden und was fehlt? Was an ihrer Gemeinde lieben die Besucher am meisten? Die anwesenden Teilnehmer waren aufgefordert, entsprechende Ideen einzubringen, was in großer Zahl auch geschah, darunter vielen einige Vorschläge, wie der Abenteuerspielplatz, das Naturangebot mit dem Regen und seinen Bergen rundherum, der Biergarten, die Insel, der Park mit dem Wasserrad, das Angeln im Regen, die Sternwarte in Roßberg und die Tatsache das vom Arzt bis zum Zahnarzt im Ort fast alles außer einer Apotheke vorhanden sei. Können wir diese Qualitäten noch mehr herausheben?, Was überzeugt ihre Besucher von ihrer Gemeinde?, hier stellte sich die gute Zugverbindung zwischen Cham und Bad Kötzting sowie die kostenlose GUTi-Gästekarte, das Preis- Leistungsverhältnis sowie die vielen Festspiele rund um Chamerau als Vorteil heraus. Erste Ideen für eine Umgestaltung Weitere Schwerpunkte die von der beauftragten Werbeagentur gestellt wurden, waren: Wovon waren sie als Besucher in einer anderen Gemeinde in letzter Zeit richtig begeistert? Was könnte interessierte Besucher davon abhalten, ihre Gemeinde zu besuchen? Wenn ihre Gemeinde ein Mensch wäre, welchen Charakter hätte sie?, hier war eine grundsätzlich positive Einschätzung der Mitwirkenden am Workshop wie etwa, dass in der Gemeinde eine geschlossene Gemeinschaft innerhalb der Ortsteile herrsche. Die Menschen in der Gemeinde kennen sich „fast alle” untereinander. Viele weitere Fragen konnten die Mitwirkenden wie: Welche persönliche Ziele verfolgen Sie in ihrer Gemeinde?, es sollten die noch existierenden Gasthäuser, Geschäfte und Dienstleister erhalten bleiben. Der Baugrund sollte den eigenen Bürgern überwiegend zur Verfügung stehen. Was müssen ihre Bürger über ihre Gemeinde wissen? Es sollte bekannt sein die Geschichte des Schlosses, des Steinernen Häusls, des Böhmerwaldfensterls sowie des Kalvarienberges und der noch vielen weiteren Stätten in der Gemeinde. Was ist einzigartig an ihrer Gemeinde? Genannt wurden demnach der Regentalfahrradweg, die Insel, die Einkehrmöglichkeiten auf den Bergen rund um Chamerau, der älteste Vierseithof im Landkreis und nicht zu vergessen der Taufstein, ein steinerner Zeuge aus der Mitte des 13. Jahrhunderts mit seinem Apostelfries in der Pfarrkirche Peter und Paul. Welche Werte sind ihnen wichtig? Die Verlässlichkeit und der Zusammenhalt. Welche Menschen passen gar nicht zu ihrer Gemeinde? dies sind: Rechtsradikale, Neider, Hochnäsige und Hetzer. Bei der anschließenden Diskussion stellte sich unter anderem Positiv heraus, dass das bereits vorhandene Engagement der Vereine hoch eingestuft wird, wobei es zusehend schwieriger werde, Nachwuchs zu finden, welcher Verantwortung im Ehrenamt übernimmt. Florian Werner von der Werbeagentur Dreibein schloss sich mit weiteren interessanten Fakten zu „Gelungenem Online-Marketing im Bereich Slogan, Festschrift und visuellem Erscheinungsbild einer Gemeinde” an. Dann könne man eine Marke schaffen, mit der die Gäste sich identifizieren können. Entscheidend: „Man muss aus der Masse herausstechen”, so Werner. Hier könnte zum Beispiel in einem Filmbeitrag unter anderem über den Biergarten, das Gemeindezentrum, die Haidsteiner Hütte, die Rad-und Wanderwege, die Firma UVEX, den Taufstein, das Kirtabaumaufstellen und die Gesamtansicht des Ortes mit Insel und Park ein noch größeres Positives Erscheinungsbild von Chamerau erreicht werden. Gute Stimmung in Chamerau Moderator Florian Werner fasste die Vorschläge zusammen und stellte fest, dass in Chamerau eine „gute Stimmung” herrsche, eine gute Voraussetzung für eine künftige Unterstützung. Diese wird in den nächsten Monaten in einem Konzept zusammengefasst., so dass das Projekt “Neues Logo Chamerau” bis zu den 1000 Jahr Feierlichkeiten im Sommer in der Gemeinde Chamerau erscheinen wird und für die Zukunft Verbesserungen in der Lebensqualität für Jung und Alt mit sich bringen kann. Bürgermeister Stefan Baumgartner bedankte sich abschließend bei den beiden Moderatoren von der Werbeagentur Dreibein und den Mitwirkenden aus dem Gemeindebereich für die aktive Mitarbeit bei diesem ersten „Arbeitskreis“. Im weiteren Verlauf zum neuen Logo, wird an jeden Haushalt in der Gemeinde ein Fragebogen gesandt werden, in dem jeder seine Vorstellungen mit einbringen kann.